AnSchläge 5 Jahrzehnte politische Plakate in Köln

Termine und Impulse: 


Mi 3.11. - 18 Uhr: Häuser und die darin wohnen 
Sa 6.11. - 18 Uhr: Heime und Psychiatrie in Freiheit und Würde 
Sa 13.11. - 16 Uhr: Das Kölner VolksBlatt 
Fr 19.11. - 18 Uhr: Filme der Kölner Wochenschau 
Sa 20.11. - 16 Uhr: Frauen bewegen 
Mi 24.11 - 18 Uhr: Der öffentliche Raum und die Kunst des Klebens

Außer in Wahlkampfzeiten finden Plakate als öffentliche Botschaften kaum noch statt, es sei denn als Werbung. Dabei waren sie immer ein Medium der Meinungsäußerung, vor allem in Zeiten in denen besonders gestritten wird. Die 70er und 80er Jahre waren eine solche Zeit - der Aufstand gegen die Autoritäten, die APO und die neue Frauenbewegung, Hausbesetzungen und Psychiatriekritik, die Grünen, Streit um Frieden und Umwelt. Köln war ein Hotspot dieser Bewegungen und mittendrin eine Druckerei "Der Betrieb", der die Medien dieser Szenen zu Papier brachte, formulierte, gestaltete, druckte und bisweilen auch klebte. Von denen wird eine Auswahl von fast 200 Plakaten gezeigt.

Eindrücklich ist die Gestaltung, Text, Schrift und Layout, die sich an den Mustern der Konkreten im Bauhaus orientierten wie auch an den Bedürfnisse der Initiativen auf schnelle und vor allem kostengünstige Reproduktion. Gestalter war der Grafiker Jochen Stankowski, der mit seinem Bruder Martin und einem Freund Ivo Rode die Druckerei betrieb, in der auch die älteste Kölner Alternativzeitung erschien, das "Kölner VolksBlatt".

Die Ausstellung zeigt weitere Plakate von Jochen Stankowski, die bis in die Gegenwart und in anderen Zusammenhängen entstanden, aber immer im Kontext gesellschaftlicher Kontroversen.