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"Einen gestillten Säugling zu betrachten, heißt, dem Glück ansichtig zu sein. Vielleicht handelt es dabei um die eigentliche Urszene, nach der wir uns ein Leben lang sehnen."
"Das Ausstellungskonvolut umfasst zum überwiegenden Teil Fotografien, die in Südamerika entstanden und zumeist prekäre soziale Verhältnisse zeigen. Im Getöse der Straße wird das Stillen des Kindes zur Nebensache. Die Frauen lachen mit der Nachbarin, sie sitzen mit anderen beim Essen zusammen und mitunter wird das Selbstbewusstsein sichtbar, das ihnen mit der Bedeutung ihrer Rolle als Mutter zuwächst. Manchmal sind sie auch abgelenkt oder - was heute zunehmend zu beobachten ist - die Frau schaut gebannt auf digitale Bilder, die ihr das Mobiltelefon liefert. So zeigt die Ausstellung mit kritischem Blick, wie sich die Welt auch medial in die Beziehung von Mutter und Kind hineindrängt."
Auszüge aus dem Text von Thomas Linden (Katalog zur Ausstellung "Die Magie des Stillens")
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